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Ablauf der Plasmaspende

Mittwoch, 22. Juli 2009

Plasmaspenden darf jeder über 18 Jahre und mit einem Körpergewicht von mindestens 50 kg. Genauso wie bei der Blutspende müssen verschiedene Faktoren beachtet werden. Ausgeschlossen von einer Plasmaspende sind schwangere Frauen, sowie Frauen, die in den letzten 6 Monaten noch schwanger waren. Außerdem darf man in den letzten 3 Monaten nicht zum Blutspenden gewesen sein. Ebenfalls nicht spende darf man, wenn man die letzten 4 Wochen Drogen eingenommen hat sowie in den letzten 12 Stunden Alkohol getrunken hat. Natürlich darf man genauso wie beim Blutspenden auch keine infektiöse Erkrankungen wie HIV, Hepatitis oder eine Geschlechtskrankheit haben.

Vor dem Plasmaspenden wird wieder ein Fragebogen ausgefüllt und die Vitalwerte überwacht. Hierzu zählen Blutdruck und Puls in diesem Fall. Danach wird über ein steriles Entnahmeset wie bei einer Blutspende das Blut entnommen. Das entnommene Blut fließt in diesem Fall in ein geschlossenes System in welchem ein spezielles Gerät die festen Anteile im Blut, das sind die roten Blutkörperchen von den losen – dies ist das Plasma trennt. Pro Plasmaspenden werden dem Körper etwa 600 – 750 ml Blutplasma entnommen. Die Dauer des Spendens richtet sich nach dem Hämoglobin wert, je höher dieser ist, desto länger dauert es. Die roten Blutkörperchen werden mit einer speziellen Lösung angereichert und dem Körper dann wieder zugeführt. Das Plasma wird anschließend sofort tief gefroren. Es muss erst 6 Monate gelagert werden, bis es nach einer Überprüfung und wenn es in Ordnung ist dem Patienten transfundiert werden darf. Diese lange Wartezeit ist notwendig um sicher zu gehen, das der Spender keine Infektionen wie HIV oder eine Geschlechtskrankheit hatte.

Da sich das Plasma bereits nach zwei Tagen wieder komplett erneuert hat darf man nach einem Tag Pause wieder Plasmaspenden gehen. In Deutschland liegt die Obergrenze fürs Plasmaspenden bei 28 Litern pro Jahr. Grob gesagt würde dies etwa 46 Spenden im Jahr bedeuten.

Welche Kriterien muss ein Blutspender erfüllen?

Sonntag, 19. Juli 2009

Wer sich dazu entscheidet Blut zu spenden muss mindestens 18 Jahre alt sein, jedoch auch nicht älter als 68 Jahre. Egal welches Alter der Blutspender hat, er muss immer gesund sein und es dürfen keine gesundheitlichen Bedenken vorliegen. Auch müssen Sie für eine Blutspende mindestens 50 kg wiegen. Spenden können sie bis zu sechs mal im Jahr, beachten Sie aber dass Ihr Körper immer mindestens zwei Monat zum regenerieren hat. Sind Sie in der Blutspender Kartei und haben sich in den letzten vier Monaten ein Piercing, egal wo an Ihrem Körper machen lassen, oder ein Tattoo stechen lassen, dürfen Sie für diesen Zeitraum nicht spenden. Der Hintergrund ist hier der, dass durch diese Eingriffe sowohl HIV als auch Hepatitis übertragen werden können. In diesem Fall, werden Sie wie ein Erstspender behandelt und Ihr Blut wird vor einer neuen Blutspende zuerst untersucht.

Ausgeschlossen vom Blutspenden sind immer schwangere Frauen, oder auch Frauen die in den letzten 12 Monaten schwanger waren. Grundsätzlich nicht zur Blutspende zugelassen werden Homosexuelle und bisexuelle Männer. Dies hat nichts mit der Diskriminierung dieser Gesellschaft zu tun, sondern es ist erwiesen, das Personen aus diesen Kreisen häufiger an Infektionskrankheiten erkranken als heterosexuelle Männer.

Sind Sie bereits regelmäßiger Blutspender und müssen verschiedene Medikamente einnehmen, ist es wichtig, dass Sie dies vor der Blutspende sagen. Sie können dann trotzdem Spenden, wenn Sie es wünschen, dieses Blut kann aber nicht für weitere Bluttransfusionen verwendet werden. Diese Spenden werden dann für wissenschaftliche Test benutzt. Genauso wichtig ist es, dass wenn Sie in Infektionsgefährdeten Ländern Urlaub gemacht haben dies vor der Blutspende erzählen. Dazu gehören zum Beispiel Asien und Afrika. Aber auch längere Aufenthalte in England, können zu einem Ausschluss führen, dies war besonders während der Zeit der Fall als dort die Creutzfeld Jakob Krankheit kurz BSE genannt weit verbreitet war.

Kriterien für Blutspender im Überblick:

Um für das Spenden von Blut geeignet zu sein sollten Sie…

  • zwischen 18 und 68 Jahre alt sein
  • keine gesundheitlichen Bedenken aufweisen
  • mindestens 50 kg Körpergewicht haben
  • kein Piercing oder Tattoo in den letzten 4 Monaten stechen lassen haben
  • nicht schwanger oder in den letzten 12 Monaten schwanger gewesen sein
  • nicht homosexuell oder bisexuell sein (höheres Infektionsrisiko)

Risiken für Blutspender

Freitag, 17. Juli 2009

Vor einer Blutspende, wird jeder Spender auf seinen körperlichen Zustand hin überprüft. Erst wenn er kerngesund ist, wird er für die Spende zugelassen.

Dadurch, das für jeden Spender ein neues, original eingepacktes Einwegbesteck verwendet wird, besteht für Sie kein nennenswertes Infektionsrisiko. Es kann allerdings zu leichten Kreislaufproblemen unmittelbar nach der Spende kommen, da durch den Blutverlust auch ein Volumendefizit entsteht. Dies bedeutet, es fehlt dem Körper Flüssigkeit. Bei allen Blutspenden sind aber immer auch Ärzte anwesend, die die Spender genau beobachten, kommt es zu Komplikationen während der Spende, wird diese sofort abgebrochen.

Aus diesem Grund wird in regelmäßigen Abständen der Blutdruck und der Puls kontrolliert. Das entnommenen Volumen an Flüssigkeit ist bereits nach zwei Stunden wieder ausgeglichen, trotzdem sollte man körperliche Anstrengungen in den nächsten Zeiten vermeiden, da neben der Flüssigkeit auch die Blutzellen neu gebildet werden müssen. Bis die komplette Menge der Blutspende neu gebildet ist dauert es zwischen 6 und 8 Wochen.
Was allerdings häufiger vorkommen kann ist ein Bluterguss an der Einstichstelle, welcher aber nach einigen Tagen wieder verschwunden ist. Sollte er Ihnen aber Schmerzen bereite, lassen Sie in im Zweifelsfall von einem Arzt untersuchen. In der Zwischenzeit schafft Ihnen Kühlung Schmerzlinderung.

In einigen äußerst seltenen Fällen kann beim Einstich der Kanüle ein Nerv verletzt werden, als Spender werden Sie über dieses Risiko aber vor jeder Spende neu aufgeklärt. Auch Entzündungen der punktierten Vene können nicht ausgeschlossen werden. Durch diese im Vorfeld geschehene Aufklärung können Sie später auch keine Schadensansprüche stellen. Was aber versichert ist, sind Unfälle auf dem Weg zu den Blutspenden und anschließend auch wieder der Weg zu Ihnen nach Hause.