Plasmaspenden darf jeder über 18 Jahre und mit einem Körpergewicht von mindestens 50 kg. Genauso wie bei der Blutspende müssen verschiedene Faktoren beachtet werden. Ausgeschlossen von einer Plasmaspende sind schwangere Frauen, sowie Frauen, die in den letzten 6 Monaten noch schwanger waren. Außerdem darf man in den letzten 3 Monaten nicht zum Blutspenden gewesen sein. Ebenfalls nicht spende darf man, wenn man die letzten 4 Wochen Drogen eingenommen hat sowie in den letzten 12 Stunden Alkohol getrunken hat. Natürlich darf man genauso wie beim Blutspenden auch keine infektiöse Erkrankungen wie HIV, Hepatitis oder eine Geschlechtskrankheit haben.
Vor dem Plasmaspenden wird wieder ein Fragebogen ausgefüllt und die Vitalwerte überwacht. Hierzu zählen Blutdruck und Puls in diesem Fall. Danach wird über ein steriles Entnahmeset wie bei einer Blutspende das Blut entnommen. Das entnommene Blut fließt in diesem Fall in ein geschlossenes System in welchem ein spezielles Gerät die festen Anteile im Blut, das sind die roten Blutkörperchen von den losen – dies ist das Plasma trennt. Pro Plasmaspenden werden dem Körper etwa 600 – 750 ml Blutplasma entnommen. Die Dauer des Spendens richtet sich nach dem Hämoglobin wert, je höher dieser ist, desto länger dauert es. Die roten Blutkörperchen werden mit einer speziellen Lösung angereichert und dem Körper dann wieder zugeführt. Das Plasma wird anschließend sofort tief gefroren. Es muss erst 6 Monate gelagert werden, bis es nach einer Überprüfung und wenn es in Ordnung ist dem Patienten transfundiert werden darf. Diese lange Wartezeit ist notwendig um sicher zu gehen, das der Spender keine Infektionen wie HIV oder eine Geschlechtskrankheit hatte.
Da sich das Plasma bereits nach zwei Tagen wieder komplett erneuert hat darf man nach einem Tag Pause wieder Plasmaspenden gehen. In Deutschland liegt die Obergrenze fürs Plasmaspenden bei 28 Litern pro Jahr. Grob gesagt würde dies etwa 46 Spenden im Jahr bedeuten.
